Katzen
Tips zur Katzenhaltung


Vor der Anschaffung muss geklärt sein, ob alle Familienmitglieder frei von Katzenaller­gie sind. Wer sich unsicher ist, sollte bei seinem Arzt einen Allergietest durchführen lassen, um später vor unliebsamen Überraschungen sicher zu sein.

Am besten ist es, eine Katze aus dem Tierheim zu holen. Dort erfährt man alles über die Eigenheiten des Tieres, wie zum Beispiel seine Verträglichkeit mit anderen Katzen und Haustieren und dergleichen. Zu bedenken ist auch, dass Langhaarkatzen täglich Fellpflege brauchen und damit mehr Aufwand verursachen als Kurzhaarkatzen.

Jungtiere sollten vor der Trennung von der Mutter mindestens in Wochen alt sein. Gesun­de Tiere haben ein lebhaftes Wesen, klare Augen, dichtes und seidiges Fell. Ohren und Nase müssen sauber sein. Impfungen gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut sowie eine Entwurmung sind ratsam.

Katzen sollen in jedem Fall kastriert bzw. ste­rilisiert werden (Männchen zwischen 6. und 9. Lebensmonat, Weibchen ab 6. Lebensmonat), um unkontrollierter Vermehrung vorzubeugen.

Haltung

Katzen sind anhänglich, aber nicht gehor­sam. Sie haben einen starken Eigenwillen und können nicht abgerichtet oder dressiert werden. Sie können tagsüber über mehrere Stunden alleine gelassen werden. Berufstätige halten sich am besten zwei Katzen, die sich während der Abwesenheit ihrer "Frauchen" bzw. "Herrchen" miteinander beschäftigen können.

Jungtiere sind leicht an die Katzentoilette zu gewöhnen. Sollten sie anfangs manchmal "daneben gehen", darf man sie nicht bestrafen, weil sie ihr Fehlverhalten nicht verstehen kön­nen. Richtig ist es, die jungen Katzen genau zu beobachten und sie immer wieder auf die Katzentoilette zu setzen, sobald sie ihr Geschäft verrichten wollen. Ein paar Tropfen Baldrian aus der Apotheke in der Katzenstreu als Lockmittel können dabei behilflich sein. Die Katzentoilette muss stets sauber gehalten werden, da sie ansonsten für die Katzen als unbenutzbar gel­ten. Geeignete Katzenstreu gibt es im Tierfach­handel sowie in Drogerie- und Supermärkten.

Als Ausstattung benötigt man eine Katzen­toiletteaus Hartplastik, einen Futternapf, eine Wasserschale und ein Kratzbrett oder eine Kokosmatte zum Krallenwetzen.

Einmal jährlich sollte jede Katze vom Tierarzt untersucht und fallweise nachgeimpft bzw. ent­wurmt werden.

Ernährung

Die Futterstelle muss an einem ungestörten, schattigen Ort sein. jungtiere werden dreimal täglich, erwachsene Tiere zweimal täglich mit fertiger Vollnahrung gefüttert. Keinesfalls dür­fen Küchenabfälle, zu viel rohes Fleisch, Speise­reste oder synthetische Wursthäute verfüttert werden. Das Futter muss Raumtemperatur haben (nie direkt aus dem Kühlschrank füttern!), Futterreste sind immer zu entfernen, sobald die Katzen zu fressen aufgehört haben. Milch wird von Katzen sehr schlecht vertragen. Sie stillen ihren Durst lieber mit frischem Wasser, das zweimal pro Tag ausgewechselt werden soll.


Als Ergänzungsnahrung stellt man einen Topf
mit Katzengras auf. Den gibt's in jeder guten Tierhandlung; das Gras kann man aus Samen auch selber ziehen.


Vorsicht! Manche Zimmerpflanzen sind für Katzen gefährlich, wie z. B. Dieffenbachie, Efeu, Christusdorn, Weihnachtsstern, Amaryllis, Alpenveilchen, Begonien und einige Kakteenarten.

Zeitaufwand

Mindestens 1 Stunde pro Tag für die Fütte­rung, die Reinigung der Katzentoilette und die "Spielzeit",

bei Langhaarkatzen zusätzliche Zeit für die Fellpflege

Kosten

Anschaffungskosten inkl. Impfungen, Sterili­sation und Erstausstattung pro Tier ab ca. Euro 70,-

Folgekosten ab ca. Euro S 35,- ( pro Monat für Futter und Katzenstreu ); zusätzlich fallweise Tierarztkosten

 


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